Pages 5, Numbers 3 und Keynote 6: Vermisste Funktionen sollen wieder integriert werden

PagesNumbersKeynoteNach dem Release der neuen Versionen von Pages, Numbers und Keynote waren viele Nutzer enttäuscht darüber, dass einige Funktionen wie z.B. Kopf- und Fußzeilen in Numbers nicht mehr verfügbar waren.

Die Blogs berichteten darüber und in Foren wurde darüber diskutiert. Nun hat Apple eine art mini-Roadmap bekannt gegeben, welche Funktionen in den nächsten 6 Monaten wieder verfügbar sein sollen.

In den englischen Support-Seiten wird unter dem Thema „Funktionen und Kompatibilität“ im Rahmen von „Learn about the new iWork for Mac.“ beschrieben, dass die neuen Versionen von Grund auf vollständig neu für 64-Bit programmiert wurden und ein übergreifendes Dateiformat für Mac, iCloud und iOS 7 bieten. Im Rahmen der ersten Version seien noch nicht alle Funktionen implementiert.

„Wir planen, einige der Funktionen in den nächsten Updates wieder zu implementieren und laufend brand neue Funktionen hinzuzufügen.“  Weiterlesen

Die Cookiegate Affäre – Google hackt Sicherheitseinstellungen von iOS Geräten

„Cookiegate“, in Anspielung auf die Watergate Affäre nennt Greg Sterling die das blaue Auge, das sich Google mit seinem Fehlverhalten geholt hat. Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat Google Sicherheitseinstellungen von Nutzern des Safari Browsers mit einem Hack umgangen um sie entgegen der Einstellungen beim Surfen verfolgen zu können. Betroffen sind Anwender, die Safari auf iOS und Mac OSX benutzen.

Zusammen mit einer Werbefirma hat Google einen Code genutzt, der auf dem Gerät ein unerlaubtes Cookie einschleust. Der Hack täuscht dem Browser vor, daß der Nutzer ein Formular ausgefüllt hätte und das Cookie nun erlaubt sei. Werkseitig sind alle Apple-Geräte so eingestellt, daß sie solche Cookies nicht zulassen. Als der Vorfall bekannt wurde, hat Google den Code wieder deaktiviert. Nur Stunden nach dem Erscheinen des Artikels ging bei der US-Amerikanischen Sicherheitsbehörde FTC eine Beschwerde ein und der Kongress sowie Verbraucherverbände forderten eine Erklärung dazu.safari_cookies.png

Google wurde buchstäblich mit der Hand in der Keksdose erwischt. Als Erklärung für das Verhalten wurde von der Suchmaschine erläutert, dass man einen Weg gesucht habe, die +1 Buttons von Werbeanzeigen in Safari funktionsfähig zu machen, die ohne das Tracking nicht richtig funktionieren. Google beteuert, dass die Werbe-Cookies keine persönlichen Informationen sammelten.

Darüber hinaus würde sich Apple (lt. John Battelle) von der üblichen Internetpraxis abwenden und dem Nutzer solche Voreinstellungen aufdrängen („privacy paternalism“). Google hätte nur die normale Praxis des Internets wieder hergestellt – die „normal web practice“.

Update 22.02.2012:

Inzwischen wurde in den USA von einem Safari-Nutzer Klage gegen Google wegen Verletzung der gesetzlich geschützten Privatsphäre eingereicht. Der Internetgigant beteuert nach wie vor, seine Unschuld da er nur „bekannte Mechanismen“ benutzt hätte, Safari dazu zu bringen, wie andere Browser zu funktionieren.

Dennoch bleiben Fragen offen wie z.B. dass der fragliche Programmcode direkt nach dem Erscheinen des ersten Berichtes deaktiviert wurde und warum eine Informationsseite von Google deaktiviert wurde, in der beschrieben wird, dass Safari-Nutzer mit den Werkseinstellungen nicht von Google verfolgt („tracked“) werden.

iWork Quo Vadis?

Nun da das neue OSX einige Wochen raus ist, gibt es in manchen Foren heftige Diskussionen zu der einen oder anderen Neuerung.

Neu ist zum Beispiel, dass Features wie „Autosave“ oder „Versions“ nicht mehr im Programm selbst verankert sind sondern im Betriebssystem. Das Programm selbst, z.B. Pages muss dieses Feature lediglich „unterstützen“. Auf diesem Weg wird auch MS Office mit einem der nächsten Updates in den Genuss des Autosave kommen, wie es von Microsoft angekündigt wurde.

Solche Neuerungen bedeuten, dass Änderungen am Betriebssystem auch die Funktionalität von einzelnen Programmen stärker beeinflusst als es in der Vergangenheit üblich war. In dem ausführlichen Bericht von Ars Technica zu OSX Lion finden sich noch eine Reihe solche Neuerungen.

Z.B. werden Programme vom Betriebssystem selbständig geschlossen oder offen gehalten, auch wenn der Nutzer diesen Befehl nicht gegeben hat. Diese Eigenstädigkeit dient angeblich der Performance-Verbesserung indem offene, aber nicht benutzte Programme im Hintergrund geschlossen werden – oder eben, wenn es die Leistungsreserve erlaubt, für einen schnelleren Start im Hintergrund offen gehalten werden, auch wenn der Nutzer den Befehl zum schließen gegeben hat.

Darüber hinaus waren in der Betaversion von Lion die kleinen Punkte im Dock nicht mehr vorhanden, anhand denen man ablesen kann ob das betreffende Programm geöffnet oder geschlossen ist.

Numbers Pages Keynote im Dock
Geöffnete und nicht geöffnete Programme im Dock

Abgesehen von einigen Sicherheitsfragen (wenn z.B. der Internetbrowser unwissend weiter läuft) deuten diese Implementierungen – oder besser gesagt Explantierungen – auf einen stärkeren iOS-Bezug hin als ich es gedacht hätte. In nicht alzu ferner Zukunft dürfte dann das iPad-Verhalten bezüglich Apps auch auf dem Mac der Standard sein:

  • Es gibt für den User keine offenen oder geschlossenen Programme mehr. Er nutzt seine Programme einfach ohne sich Gedanken darüber machen. Gleiches gilt für Dateien.
  • Der User muss nichts mehr manuell sichern. Jede Veränderung wird gespeichert.

Das hört sich doch recht solide und angenehm an. Man kann sich voll und ganz auf sein Dokument konzentrieren und ist besser gegen Datenverlust geschützt.

Allerdings erhalten damit einige Dinge Einzug auf dem Mac, die ich auf meinem iPhone und iPad als unausgereift erachtet habe oder den Beschränkungen des Mobilgerätes zugeschrieben hatte. Primär geht es dabei um den workflow, der auf dem Mac deutlich effizienter ist als auf den Mobilgeräten:

Wie soll das wechseln zwischen „offenen“ Programmen mit ⌘TAB funktionieren, wenn es keine offenen Programme gibt? In iOS hält dafür die Liste der zuletzt benutzten Programme her, die wird aber sehr schnell sehr lang und unübersichtlich.

Geöffnete Dateien bekommen ein neues „zuletzt gespeichert“ Datum auch dann, wenn man sie nicht geändert hat oder wieder zur letzten Version zurückkehrt. Klickt man durch die Blätter in einer Numbers Datei, wird das von Autosave bereits als Änderung erkannt. Das ist nicht nur für die Dateisuche relevant. Auch DropBox fängt an zu synchronisieren obwohl sich nichts geändert hat. Greifen mehrere Nutzer auf eine Datei zu, entstehen Synchronisierungskonflikte durch „falsche“ lokal gespeicherte Versionen.

Auch das Speichern einer Datei unter einem neuen Namen ist umständlicher geworden. Man kann sie nicht mehr in einem Arbeitsgang speichern sondern muss sie duplizieren, speichern und die Ursprungsdatei schließen.

Diese Kleinigkeiten summieren sich ganz schön auf. Abgesehen von Autosave, welche nutzbaren Vorteile bekommt der User eigentlich dafür?

Fußnoten in iOS Pages – Ein Workaround

Eigentlich kann man ja in Pages für das iPad/ iPhone keine Fußnoten einfügen. Eigentlich – denn das App hat diese Funktion zwar eingebaut, stellt aber keine Buttons dafür zur Verfügung. Hier ist ein kleiner Workaround, mit dem man auch unterwegs Fußnoten einfügen und bearbeiten kann. Weiterlesen

Hochwertige Business-Klingeltöne für iPhone & Co

Das iPhone ist von Haus aus eher schwach mit Klingeltönen bestückt. Das ist zwar typisch Apple minimalistisch, aber die Tatsache dass man keine Klingeltöne in iTunes nachladen kann macht das Ganze dann doch eher eine bittere Angelegenheit.

Das was im App Store angeboten wird ist noch trauriger – Ringtonemaker oder Furztöne.

Die Suche nach einen „normalen“ Klingelton, den man bedenkenlos im Geschäftsalltag verwenden kann, war lang aber erfolgreich: Die Jungs von RCP überzeugen mit ihrem Konzept „a new class of sound“. Sie bieten eine Reihe von hochwertigen, neutralen und simplen Tönen an, die ihren Zweck erfüllen, ohne dabei negativ aufzufallen. Von minimalistisch bis futuristisch, immer bestechend klar und einfach.

Man kann sich das Elite-Paket mit den 30 besten Tönen für Anrufe, SMS, Kalender etc (8 Kategorien) für 1,99 USD bestellen oder das Gesamtpaket Ringtones 2.0 mit 150 Tönen für 4,99 USD ordern. Zahlen mit PayPal ist möglich. Man erhält via email einen Downloadlink für einen Dateiordner, den man auf dem MacBook oder Desktop einfach in das iTunes Fenster zieht. Nach dem nächsten Sync sind die Töne in den Einstellungen des iPhone verfügbar. (Nicht vergessen das Sync-Häkchen für Klingeltöne zu setzen.)

Fazit:  Sehr Empfehlenswert.

RCP Tones

iWork auf dem iPad

Gleich mit dem Erscheinen des iPads gab es eine erste Version von iWork für das iOS. Man muss zugeben, die Bedienung ohne Maus und Tastatur so einfach zu gestalten hat den Entwicklern wohl einiges Abverlangt. Dennoch ist es nur eine „Kastrierte“ Variante von iWork. Da stellt sich dann schnell die Frage, ob die eigenen Dokumente damit wohl funktionieren.

Bei Keynote und Pages dürfte es wohl am wenigsten problematisch sein da Keynote das am längsten und am weitesten entwickelte Programm ist. Bei Pages und Numbers werden einige Funktionen von der iOS-Variante nicht unterstützt. Während Pages wirklich gut mit Bildern und Diagrammen umgehen kann, fehlt z.B. die Funktion des Ihnhaltsverzeichnisses. Bei Numbers wird es probelmatisch, sobald man komplexere Dokumente und Formeln hat.

Eine verlässliche Übersicht dazu gibt es aber leider nicht, weshlab die Frage offen bleibt ob man seine bisherigen Dokumente einfach so auf dem iPad mitnehmen und bearbeiten kann. Einen interessanten Test der drei Apps gibt es bei Macnotes.