Die Cookiegate Affäre – Google hackt Sicherheitseinstellungen von iOS Geräten

„Cookiegate“, in Anspielung auf die Watergate Affäre nennt Greg Sterling die das blaue Auge, das sich Google mit seinem Fehlverhalten geholt hat. Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat Google Sicherheitseinstellungen von Nutzern des Safari Browsers mit einem Hack umgangen um sie entgegen der Einstellungen beim Surfen verfolgen zu können. Betroffen sind Anwender, die Safari auf iOS und Mac OSX benutzen.

Zusammen mit einer Werbefirma hat Google einen Code genutzt, der auf dem Gerät ein unerlaubtes Cookie einschleust. Der Hack täuscht dem Browser vor, daß der Nutzer ein Formular ausgefüllt hätte und das Cookie nun erlaubt sei. Werkseitig sind alle Apple-Geräte so eingestellt, daß sie solche Cookies nicht zulassen. Als der Vorfall bekannt wurde, hat Google den Code wieder deaktiviert. Nur Stunden nach dem Erscheinen des Artikels ging bei der US-Amerikanischen Sicherheitsbehörde FTC eine Beschwerde ein und der Kongress sowie Verbraucherverbände forderten eine Erklärung dazu.safari_cookies.png

Google wurde buchstäblich mit der Hand in der Keksdose erwischt. Als Erklärung für das Verhalten wurde von der Suchmaschine erläutert, dass man einen Weg gesucht habe, die +1 Buttons von Werbeanzeigen in Safari funktionsfähig zu machen, die ohne das Tracking nicht richtig funktionieren. Google beteuert, dass die Werbe-Cookies keine persönlichen Informationen sammelten.

Darüber hinaus würde sich Apple (lt. John Battelle) von der üblichen Internetpraxis abwenden und dem Nutzer solche Voreinstellungen aufdrängen („privacy paternalism“). Google hätte nur die normale Praxis des Internets wieder hergestellt – die „normal web practice“.

Update 22.02.2012:

Inzwischen wurde in den USA von einem Safari-Nutzer Klage gegen Google wegen Verletzung der gesetzlich geschützten Privatsphäre eingereicht. Der Internetgigant beteuert nach wie vor, seine Unschuld da er nur „bekannte Mechanismen“ benutzt hätte, Safari dazu zu bringen, wie andere Browser zu funktionieren.

Dennoch bleiben Fragen offen wie z.B. dass der fragliche Programmcode direkt nach dem Erscheinen des ersten Berichtes deaktiviert wurde und warum eine Informationsseite von Google deaktiviert wurde, in der beschrieben wird, dass Safari-Nutzer mit den Werkseinstellungen nicht von Google verfolgt („tracked“) werden.

Fußnoten in iOS Pages – Ein Workaround

Eigentlich kann man ja in Pages für das iPad/ iPhone keine Fußnoten einfügen. Eigentlich – denn das App hat diese Funktion zwar eingebaut, stellt aber keine Buttons dafür zur Verfügung. Hier ist ein kleiner Workaround, mit dem man auch unterwegs Fußnoten einfügen und bearbeiten kann. Weiterlesen

iPhone: Übers MacBook ins Internet

Nicht nur um Datenvolumen zu sparen, sondern auch um schneller online zu sein kann man den Mac als WLAN-Station nutzen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man zuhause nicht drahtlos sondern via Ethernetkabel ins Netz geht.

iPhone  –[airport]–  MacBook  –[ethernet]–  www

Das Prinzip ist ganz einfach und lässt sich in ein wenigen Minuten einrichten.

1. „Eigenes Netzwerk“ am MacBook einschalten
2. Internetfreigabe fürs iPhone einschalten.
3. Fertig.

Das iPhone wird dann automatisch die Daten über das WLAN senden und nicht die Mobilfunkverbindung wählen.

Eigenes Netzwerk einrichten:

1. Mit einem Klick auf Airport in der Symbolleiste oben rechts den das Menü auswählen „Netzwerk anlegen“. (Oder in den Netzwerk-Systemeinstellungen unter „Netzwerkname“)
2. Bestätigen und ggf. Passwort vergeben. Die Einstellung auf „Automatisch“ lassen.

 

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iPhone MacBook

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Internetfreigabe
1. In den Systemeinstellungen unter „Freigaben“ auf „Internetfreigabe“ klicken, aber noch nicht das Häkchen setzen.
2. Verbindung freigeben: Ethernet (weil der Mac ja übers Ethernet am Web hängt)
3. Mit Computer über: Airport (weil wir per Airport das iPhone koppeln)
4. Links das Häkchen bei „Internetfreigabe“ setzen.

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Beim iPhone erscheint jetzt der Mac als Netzwerk und man kann sich ganz normal koppeln. Der mac zeigt jetzt dieses Symbol: wpid-iphone_macbook_wifi_internet_4-2010-12-16-19-53.png

Das schöne daran ist, dass man das Ganze nur einmal einrichten muss und sich die Geräte von da an immer automatisch verbinden. Allerdings: Wenn man das Netzwerk am Mac oder den Mac selbst abgeschaltet hatte, muss man dem iPhone einen kleinen Schubser geben, damit es sich wieder verbindet. Es zeigt zwar das Netzwerk in den Einstellungen an, verbindet sich aber erst, wenn man Wi-Fi aus- und wieder eingeschaltet hat (I/O). Ob das ein Bug oder ein Feature ist… ich weiß es nicht.

Wenn man mit dem Mac ein anderes Neztzwerk nutzen will, muss man erst die Internetfreigabe abschalten bevor der Mac ein neues Netzwerk findet bzw. anzeigt.

Hochwertige Business-Klingeltöne für iPhone & Co

Das iPhone ist von Haus aus eher schwach mit Klingeltönen bestückt. Das ist zwar typisch Apple minimalistisch, aber die Tatsache dass man keine Klingeltöne in iTunes nachladen kann macht das Ganze dann doch eher eine bittere Angelegenheit.

Das was im App Store angeboten wird ist noch trauriger – Ringtonemaker oder Furztöne.

Die Suche nach einen „normalen“ Klingelton, den man bedenkenlos im Geschäftsalltag verwenden kann, war lang aber erfolgreich: Die Jungs von RCP überzeugen mit ihrem Konzept „a new class of sound“. Sie bieten eine Reihe von hochwertigen, neutralen und simplen Tönen an, die ihren Zweck erfüllen, ohne dabei negativ aufzufallen. Von minimalistisch bis futuristisch, immer bestechend klar und einfach.

Man kann sich das Elite-Paket mit den 30 besten Tönen für Anrufe, SMS, Kalender etc (8 Kategorien) für 1,99 USD bestellen oder das Gesamtpaket Ringtones 2.0 mit 150 Tönen für 4,99 USD ordern. Zahlen mit PayPal ist möglich. Man erhält via email einen Downloadlink für einen Dateiordner, den man auf dem MacBook oder Desktop einfach in das iTunes Fenster zieht. Nach dem nächsten Sync sind die Töne in den Einstellungen des iPhone verfügbar. (Nicht vergessen das Sync-Häkchen für Klingeltöne zu setzen.)

Fazit:  Sehr Empfehlenswert.

RCP Tones

iPhone: Rechtschreibkorrektur ausschalten

Die Rechtschreibkorrektur im iPhone (iOS4) ist nicht immer eine wirkliche Hilfe. Manchmal macht sie mehr Arbeit als dass sie beim texten Zeit spart. Besonders, wenn man oft Wörter aus anderen Sprachen oder aus Dialekten verwendet. Gäbe es wenigstens Navigationspfeile, mit denen man den Cursor navigieren könnte, wäre es ja halb so wild. Aber im momentanen Setup der Tastatur hilf oft nur das Abschalten bzw. deaktivieren der Texterkennung.

Das Abschalten ist nicht wie ich erst vermutete in den allgemeinen Einstellungen oder unter Mail/Kontakte/Kalender, sondern im Untermenü „Tastatur“ zu finden:

Einstellungen > Allgemein > Tastatur > Auto-Korrektur