Erste Eindrücke iWork auf Mac OSX Lion

Gemessen am Anspruch dass es das fortschrittlichste Betriebssystem unseres Planeten sein soll gibt es leider nur ernüchternde Erkenntnisse aus den ersten Tagen des Löwen.

Es sind einige Neuerungen eingezogen, leider machen die das Arbeiten aber nicht einfacher sondern komplizierter. Lion verlangt für die gleichen Arbeitsschritte mehr Klicks und Umwege als der Schneeleopard. Kaum zu glauben aber wahr: Er nimmt ungefragt Änderungen an Dateien und Inhalten vor die man nicht kontrollieren kann.

Hier einige Gründe warum ich micht nicht über 10.7.0 freuen kann:

  1. Viele Nützliche Sachen sind weg wie z.B. der „speichern unter“ Befehl, der Button zum ein/ausblenden der Menüleiste, Anzeige der Programmfenster mit Klick aufs Dock etc.
  2. Dokumente werden automatisch nach einer bestimmten Zeit schreibgeschützt sodass man sie erst wieder entsperren muss (kein Bug sondern ein Feature, wirklich wahr!) Angeblich um „ungewollte Änderungen“ zu verhindern. Hier beißt sich der Löwe mit Autosave in den eigenen Schwanz.
  3. Man kann Dokumente nicht mehr öffnen und in diesem ursprünglichen Zustand wieder schließen. Es wird immer sofort automatisch drübergespeichert. „Nicht speichern“ gibt es nicht mehr.
  4. Wenn man an mittleren und größeren Dokumenten arbeitet wird man von der Autosave-Funktion beim tippen „rausgeschmissen“ wenn wieder mal automatisch gespeichert wird. Lässt sich nicht abschalten.
  5. Alte Dokmente werden beim Programmstart automatisch wieder geöffnet, auch wenn man per Doppelklick nur ein anderes Dokument öffnen will. Dokumente der letzten Sitzung werden immer wieder mit geöffnet. Lässt sich wie erwartet auch nicht abschalten. Will man das automatische Öffnen verhindern, muss man vorher fein säuberlich alle Dateifenster einzeln schließen und dann das Programm. Einfach Apfel-Q is‘ nich‘ mehr.
  6. Der 10 Jahre alte Bug in Mail ist immer noch da. Mails aus Mail werden traditionell in Outlook immer noch verunstaltet angezeigt.

Damit ist mein Workflow, den ich mir seit dem ersten OSX 2001 eingefleischt habe, total hinüber. Ich mag diese Katze nicht weil sie erst mal nichts als Ärger mitbringt. Das was die guten Neuerungen sein sollen ist keineswegs für die Praxis durchdacht. Ich sehe im Moment nichts, was 10.7.0 besser oder mehr könnte als 10.6.8.

Zugute halten muss ich aber, dass die Installation vollkommen Schmerzlos funtkionierte. Wie die Installation eines Apps, nur etwas länger. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit wie z.B. die Reaktion auf Klicks und Speichervorgänge sind deutlich zügiger geworden. MacBook Alu 2009 C2D 4GB Ram.

 

„Als Early Adopter muß man im schlimmsten Fall auch mal mit dem Worst Case Szenario rechnen.“

(Zitat aus einer MacUser Forumsdiskussion zu Lion)

2 Gedanken zu “Erste Eindrücke iWork auf Mac OSX Lion

  1. Ich bin stur, ich will meine Gewohnheiten nicht ändern – das ist alles was ich aus diesem Artikel herauslese. Ich arbeite erst seit vier Jahren mit Mac OS, aber Lion ist für mich ein echter Mehrgewinn. Die „speichern unter“-Option erscheint doch sowieso wenn man ein Dokument das erste mal speichert. Und möchte man dieses Dokument zusätzlich auch an einem anderen Ort haben ist die „duplizieren“-Option doch logisch oder nicht?! Das öffnen der letzten Dokumente, lässt sich sehr wohl deaktivieren und wie viel Dokumentfenster hat man gewöhnlich auf, so dass ein oder zwei cmd+w ein Problem wären?

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